Oldtimer Index steigt weiter

Die EM ist rum, das Vereinigte Königreich verloren (Brexit), der Sommer irgendwie verpfuscht – worauf können wir uns jetzt noch freuen?  Ein Blick auf den Deutschen Oldtimer Index kann helfen: denn es geht weiter bergauf. Das belegen die nackten Zahlen, Rückmeldungen der Händler und Auktionshäuser sowie Recherchen in öffentlichen Anzeigenportalen.

Und es gibt gute Gründe dafür. Denn Motorkultur ist en vogue, die Anzahl der Sammlerautos begrenzt, die Finanzwelt mal wieder vor dem Kollaps. Bargeld wird ohnehin nicht mehr verzinst, da kann man auch gleich in etwas Nachhaltiges und Schönes investieren.
crane discovered chart Deutscher Oldtimer-Index

17% Wertsteigerung nimmt der Oldi in der Kategorie Blue Chip bei internationaler Betrachtung für sich in Anspruch, ein absoluter Spitzenplatz und Dauerbrenner seit Jahren, so in der aktuellen Knight Frank Publikation „CLASSIC CAR SPECIAL“ Luxury Investment Index Q1 2016, datengespeist vom HAGI Automobile Group International. Die „crane-discovered“, ein auf Marktbeobachtung und Research spezialisiertes Team bei Bordeaux, beobachtet und untersucht seit langem die Wertentwicklung von klassischen Automobilien des Premiumsegments aus unterschiedlichen Blickwinkeln und kann die Performance nur bestätigen. „Classic Cars“ sind ein sehr interessantes Anlageprodukt im Kreis der hochwertigen Sachwerteinvestitionen, „man“ muss es nur richtig angehen.

Das klingt verlockend. Aber nicht jeder subjektiv lieb gewonnene Klassiker hat das Potential zu großen Wertsteigerungen, hier trennen sich die Wege zwischen Sammler und Anleger. Wohl dem, der sich intensiv mit der Materie beschäftigt oder besser den Rat von Profis heranzieht, die den Markt intensiv beobachten.
Interessierte können sich gerne per eMail an die Redaktion von sleeping-beauties wenden.

Randnotiz: Motorjournalisten melden, der klassische Scheunenfund sei in Deutschland kaum noch möglich. sleeping-beauties.de wagte dennoch einen Aufruf in der Sache, um zu retten, was zu retten ist. Die Botschaft richtet sich an Scheunenfundbesitzer, die in diesem Fall per „Stiftung zur Bewahrung Automobilen Kulturgutes“ das Angebot erhalten, eine Sammlung nicht durch Einzelverkäufe zu zerreißen, sondern geschlossen zu halten und mit Begutachtung durch anerkannte und unabhängige Experten den Prozess der Forensic, Provenience und Expertise zuzulassen. Am Ende sollte der Scheunenfund durch fachmännische Restauration in den Genuss der Wiederbelebung kommen, um somit dem Anspruch auf Kulturgut gerecht zu werden.

Ob Bill Gates, Warren Buffet oder unser Jogi Löw – alle entschleunigen gern in einem Oldtimer. Im Idealfall hat man Spaß mit seinem alten Blech UND investiert sinnvoll dabei. Im Falle des Bundestrainers tippen wir auf den tundragrünen Opel Kapitän B seines Vor-Vorgängers Sepp Herberger (?). BILD.de wird das Geheimnis um seinen aktuellen pay-content (11.7. 2016) sicher noch lüften …

Ein Gedanke zu „Oldtimer Index steigt weiter

  1. Was die Wengisten wissen ist, das BillG ein echter Motorhead ist. Er besitzt einiges Schönes und gibt kein Fahrzeug her, wenn er es mal in der Garage hat. Ich habe ihn mal auf seinen Porsche 959 angesprochen, den er 1988 gekauft hat. Seine schmunzelnde Antwort: “ Oh yeah, the 959. It was costing me a million Dollars – but I don´t drive it much“ ….

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.