Heribert Niehues im Interview

Der bekennende Oldtimer-Fan Heribert Niehues ist seit Jahrzehnten in den USA unterwegs und stöbert immer wieder sensationelle Autowracks auf. Im sleeping-beauties.de-Interview verrät der Autor von „Rost in Peace“ seine Lieblingsorte und warum seine Ehefrau so wichtig für den Erfolg der „Barnfind“-Fotografie ist:

 

Welcher Ort aus „Rost in Peace“ hat Sie am meisten beeindruckt?

Es ist kein bestimmter Ort, es ist eine ganz bestimmte Region die mich bzgl. meiner Fotografie beeindruckt. Für mich ist es ein Gebiet nahe der Kanadischen Grenze. Der östliche Teil Montanas und der Bundesstaat North Dakota. Beides sind sehr dünn besiedelte, landwirtschaftlich geprägte Gegenden, in denen man mit Glück und etwas Erfahrung verlassene Farmen findet. Diese sind schon vor Jahrzehnten scheinbar fluchtartig verlassen worden. Alles wurde zurückgelassen, selbst das alte Auto.

Was fasziniert Sie an Ihren außergewöhnlichen Fotoobjekten, den längst vergessenen, verwitterten classic cars?

Das Automobil war von früher Kindheit an ein Stück Technik, dass mich begeistert hat. Vom Lloyd P400 meines Vaters in den 50iger bis heute. In den 1980er Jahren kam die Liebe zu Oldtimern hinzu und bei meiner ersten USA-Reise 1990 kamen mir die ersten rostigen Zeitzeugen der Automobilgeschichte vor die Kamera. Seither Begeistern mich diese Art der Motive. Es steckt ja immer eine Geschichte hinter den Motiven, allerdings erfährt man sie nur zu selten.

Welches Land/Autofriedhof steht auf Ihrer Foto-Wunschliste?

Ich fotografiere nicht auf Autofriedhöfen, die gestapelten und eng aneinander gereihten Autos sind nicht meine Zielobjekte. Nur ein Foto im Bildband stammt daher von einem vergessenen Autofriedhof mit Klassikern ausschließlich der 30iger und 40iger Jahre. Nachdem ich im letzten Jahr Kuba besuchte, steht weiterhin nur die bereits genannte Gegend im Mittleren Westen der USA auf dem Plan.

Was sagt Ihre Frau eigentlich zu Ihrem Hobby?

Meine Frau hat zum Glück viel Verständnis für mein Hobby, sie ist für mich die ideale Reisepartnerin. Auch bei längerem Warten auf besseres Licht kommt keine schlechte Stimmung oder Nörgelei auf. Gelegentlich sieht sie auch Motive, die ich übersehen hätte. Vier Augen sehen halt mehr als zwei.

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